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- Wissenswertes
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- SDW-Nidda Aktion: Biotop des Jahres
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INTERNATIONALES JAHR DER WÄLDER GEHT ZU ENDE
Nidda (dt) Das "Internationale Jahr der Wälder" neigt sich dem Ende entgegen. Angedacht war von den Initiatoren, den Vereinten Nationen, mit diesem Jahr den Wald und die Natur wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Örtlich, landes- und bundesweit hat es dazu viele Aktivitäten dazu gegeben. Insbesondere die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat sich auf ihre Fahnen geschrieben das "Internationale Jahr der Wälder" als besonderes Jahr heraus zu stellen. Unsere örtlichen SDW-Gruppen Nidda und Umgebung und der SDW-Bezirk Büdingen haben deshalb wieder viele Veranstaltungen angeboten. Eine Besonderheit in diesem Jahr war jedoch eine Artikelserie im Kreis-Anzeiger, bei der die einzelnen SDW-Fachwarte zu Wort kamen und ihren Zuständigkeitsbereich darstellen konnten. "Dafür gebührt dem Kreis-Anzeiger mit dem zusammen die Artikelserie entstanden und veröffentlicht wurde großer Dank", so der Niddaer SDW-Vorsitzende, Wolfgang Eckhardt. Insgesamt wurden über das Jahr verteilt 12 Artikel zu den verschiedenen Themen Natur, Aktivitäten in der Natur und Wald veröffentlicht. Es gab Informationen zu "Bedeutung des Waldes", "Hirschkäfer/Nashornkäfer", "Fledermäuse", "Ornithologie", "Schmetterlinge", "Waldpädagogik", "Ameisen", "Feuchtbiotope", "Streuobst", "Feldgehölze/Hecken","Bienen/Hautflügler" und "Orchideen". Um diese Materialsammlung nicht ungenutzt "verpuffen" zu lassen, ist angedacht alle Artikel zu einer kleinen Broschüre zusammen zu fassen und sie dann den SDW-Mitgliedern und Interessenten zur Verfügung zu stellen. Dies deckt jedoch nur einen kleinen Teil des großen Spektrums zu den Themen um Wald und Natur ab.
Natur und Wald sind heute mehr denn je Gefahren ausgesetzt, sollen aber gleichzeitig als "Heilmittel" funktionsfähig bleiben. Ein schwieriges Unterfangen. Betrachten wir einmal den Wald in seiner Funktion aus der Geschichte, in seiner Bedeutung für den heutigen Menschen und in seiner künftigen Aufgabenstellung. Viele Menschen wissen leider nur noch sehr wenig über den Wald, seine Funktionen und seine Bedeutung. Ohne Wald hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. So war der Wald schon in der frühen Menschheitsgeschichte Deckungs- und Schutzraum, Nahrungs- und Lebensgrundlage der Urmenschen. Vor etwa 1000 Jahren war er dann allerdings bei wachsender Bevölkerungszahl Hindernis bei der Besiedlung und zur Gewinnung von Ernährungsflächen. Gleichzeitig wurde er jedoch in der vorher erwähnten Funktionen genutzt und wurde als Holzproduzent und Nahrungsgeber in Form von Waldweide- und Jagdfläche gebraucht. Bis in die heutige Zeit, wo die Bedeutung und Multifunktionalität des Waldes einen immer höheren Stellenwert erhalten hat, auch wenn dies viele Menschen nicht erkennen. So werden die Funktionen eines intakten Waldes als Klimaregulator, CO2-Speicher, Sauerstoff- und Holzproduzent, Wasserspeicher oder als Erholungsgebiet für den gestressten Menschen immer wichtiger. Ebenso gewinnt der Wald in dieser intensiv genutzten Landschaft immer mehr Bedeutung als Rückzugsgebiet für Tiere, Pflanzen und Insekten sowie als Kultur- und Naturerbe. Dabei drängt sich immer wieder die Frage auf, die zugleich Motto war beim "Internationalen Jahr der Wälder", "Was wäre der Mensch ohne ihn??" Ein gesunder Wald und eine intakte Natur werden derzeit und künftig noch wichtiger werden in der Erfüllung ihrer Funktionen. Null Komma neun Grad Klimaerwärmung in den vergangenen 30 Jahren hat die Natur schon verkraften müssen und hat sie verkraftet. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. So richtig spannend wird es, wenn sich die Temperaturen, wie prognostiziert, um weitere vier Grad erhöhen. Dann kommt in unseren Breitengraden so Einiges durcheinander. Dann geht es auch an die Existenz mancher Pflanzen und Tiere und deren Folgewirkungen, die wir "Normalbürger" überhaupt nicht überblicken. Die natürlichen Abläufe in unserer Hemisphäre werden empfindlich gestört werden. Manchem ahnungslosen Zeitgenossen wird es jedoch auch gefallen, wenn er noch länger draußen vor der Cafeteria sitzen kann. Aber, ohne an die Folgen der Klimaveränderung zu denken.
Unsere Aufgabe, die wir auch Verantwortung für unsere nachkommenden Generationen tragen, muss es jetzt und in der Zukunft sein, unsere Wälder und unsere Natur pfleglich, naturnah und nachhaltig zu behandeln. Dazu gehört insbesondere auch im kleinen Rahmen zu beginnen und zum Beispiel unsere Produkte des täglichen Bedarf aus heimischen Regionen zu erwerben. Es darf auf keinen Fall das Hirschsteak aus Neuseeland, der Rotwein aus Südafrika oder der Spargel aus Peru sein. Wir müssen uns wieder an den Biorythmus unserer Regionen gewöhnen, das kann doch nicht so schwer sein.
So hofft der ehrenamtliche Naturschutz, dass die Multifunktionalität der Wälder erhalten wird und der Klimawandel vielleicht doch noch verlangsamt werden kann.
Denn die Zusammenhänge in der Natur sind viel komplexer als wir ahnen.
"Jeder Bürger hat jetzt noch eine größere Verantwortung gegenüber der Natur, die er durch sein alltägliches Handeln beeinflussen kann und muss!", so der abschließende Appell des ersten Vorsitzenden der SDW Nidda und Umgebung.