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Hirschkäferbestand scheint sich stabilisiert zu haben

Bereits einige Wochen nach Abschluss der diesjährigen Flugsaison der Hirschkäfer zieht die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Nidda eine positive Bilanz. Im Frühjahr hatte die SDW dazu aufgerufen lebend oder tot aufgefundene Hirschkäfer zu melden. Erfreulich war nicht nur die Meldefreudigkeit sondern auch das Ergebnis.

So konnten im Raum Nidda/Büdingen/Gedern/Schotten bei rund 115 Meldungen über 250 Käfer festgestellt werden. Männliche und weibliche etwa je zur Hälfte. Wobei noch mit einer großen Dunkelziffer dieser bestandsbedrohten, nicht gemeldeten Tiere, kalkuliert werden muss.

Der SDW-Vorsitzende, Wolfgang Eckhardt, führt dies zum Teil auf die 14 von der SDW in den vergangenen Jahren im Bereich der genannten Großgemeinden angelegten „Hirschkäferbrutbiotope“ zurück. Diese aus vermoderndem Eichenholz bestehenden Holzhaufen locken durch ihr Duftpotential, das bis zu etwa zwei Kilometer ausstrahlt, die Käfer an. Diese legen dann ihre Eier in diesem Holz ab. Danach entwickeln sich die jährlich wachsenden Engerlinge, die sich von diesem Material ernähren und etwa fünf bis sechs Jahre in dem Mulm leben. Das Leben der aus den Engerlingen entstandenen Käfer ist nach Begattung und Eiablage auf drei bis vier Monate begrenzt.

Weniger erfreulich scheint es vermutlich bei dem Bestand an Nashornkäfern auszusehen, wie verschiedene Rückfragen ergaben. Die gerne im Kompost lebenden, ebenfalls bestandsbedrohten Käfer, wurden nur sehr selten gesichtet. Die SDW dankt ausdrücklich all denjenigen, die sich an der Meldeaktion beteiligt hatten und hofft auch für die Zukunft auf Unterstützung.

Hirsch- und Nashornkäfer